Sonntag, 26. Februar 2012

Nach der Tactica


Gestern Abend um 22.30 Uhr bin ich von der TACTICA zurückgekommen. Es war großartig !
Eine Vielzahl wunderbarer Tische in allen Größen und Themen luden zum Spielen und Schauen ein, nur war die Zeit dann doch recht knapp…obwohl ich gute achteinhalb Stunden dort war.  Fast vier Stunden war ich alleine am wunderbaren Hammaburgtisch beschäftigt und habe an der Eroberung der Hammaburg teilgenommen. Das Szenario wurde nach modifizierten Clash-of-Empires-Regeln gespielt und hat mir Spaß gemacht.  Gewonnen haben  wir (die Wikinger) dann auch noch, weil wir im letzten Zug zwar nicht bis ins Ziel gekommen sind, aber im Verlauf des letzten Schlagabtausches den Gegner  doch noch in die Walllücke und damit ins Ziel drücken konnten. Furios !
Vielleicht sollte ich fürs nächste Jahr einfach mal zwei Tage einplanen.  Viele andere Tische waren zwischenzeitlich leider schon besetzt oder ausgebucht  und andere Tische konnte ich leider nur streifen. Gern hätte ich dort mit dem Einen oder Anderen ein Wörtchen gewechselt, aber das ist leider fast unmöglich, da die Präsentatoren auch gleichzeitig die Partizipations- und Demonstrationsspiele leiten. Nichtsdestotrotz hat es Spaß gemacht. Alleine was ich an Anregungen mitgebracht habe. Hallelujah !! Die „Hardware“ ist aber auch nicht zu verachten. Schöne Verstärkungen für meine Kreuzfahrer von den Perrys habe ich eingekauft, ein paar vernünftige Schilddecals für selbige (weil ich einsehe, dass meine Freehandfähigkeiten doch nicht sooo ausgereift sind) undundund…

Und damit bin ich dann auch schon bei meinem diesjährigen ad-hoc- Nebenprojekt 1 angelangt:
Ich brauche mehr und bessere Scenery, Eyecatcher, Marker, halt all die Kleinigkeiten, welche eine Spielplatte erst abrunden: Schweinchen in der Suhle, Zivilisten, Hund, Katze, Maus, Minidioramen undso…na ihr wisst schon, was ich meine.
Nicht, dass mein Zinnberg sowas nicht hergeben würde, aber wir wissen ja alle wie das so läuft…

Zwangsläufig damit einhergehend ad-hoc-Nebenprojekt 2:
Gelände. Kann man immer brauchen…

Mein Ziel:
Jede Woche mindestens ein Teil für eines der beiden Nebenprojekte. Das sollte sich bis zum Jahresende ohne größeren Mehraufwand bemerkbar machen.

Und nächstes Jahr habe ich dann auch frische Akkus im Fotoapparat...
 
Yesterday at 2230pm I was back home from the TACTICA. It was marvelous !
So many beautiful tables of all sizeand themes invited the visitors to play and watch. Unfortunatley time was too short although I´ve been there for nearly eight and a half hours.
I partizipated nearly 4 hours in the conquest of the Hammaburg at the wonderful Hammaburg-table. The game used modified clash-of-empire-rules and was fun. We – the Vikings – could claim victory in the end, but only due to the final fight, were we were able to push the defenders through the open walls.
Maybe I should visit the next TACTICA on Saturday AND Sunday.
Unfortunately it was not possible to visit all the tables,  play more games or even talk to the presenter of the game because he was busy.
But anyhow I came back with a lot of inspiration. Also I bought some Perry-miniatures to bolster up my growing crusaderarmy and additionally the appropriate shielddecals. I am just a lousy freehandpainter…

To the last and affected by the gamingtable, I will start two new casual projects:
Scenery and terrain

I´ll post the better ones of them randomly.

Important for the next TACTICA: Some fresh accu in the camera...

Freitag, 24. Februar 2012

Am Vorabend der Tactica...

SO: Morgen früh geht es nach Hamburg zur TACTICA 2012 und ich freu mich schon drauf wie ein Ferkelchen auf die Suhle !
Zwischenzeitlich habe ich - mal abgesehen vom letzten Wochenende beim Karneval in Köln (mer losse d´r Dom in Kölle...) - Pferde bemalt, vorallem Pferde. Und weil ich gerade so schön dabei war, habe ich noch einen Schwung Numidische Reiterei bepinselt, die seit letzten Februar bei mir herumlag. Und weil ich morgen meine Perrybestellung in Empfang nehmen werde, kann ich am Montag gleich weitermalen. Ich schätze ich versuche mich mal an...PFERDEN !

In der nächsten Woche werde ich auch mal ein paar Bilder einstellen, aber ich hatte in den letzten zwei Wochen irgendwie keine Zeit zum knipsen. Woher kam´s ?!

Sonntag, 5. Februar 2012

Iter in terram sanctam: WIP

Die ersten Berittenen sind jetzt in Arbeit. Bislang habe ich ja Foundry- und Crusaderfiguren kombiniert (wenngleich nicht gemeinsam auf einer base), nun gilt es Crusader- und BlackTreefiguren zu kombinieren. Stellen Fußkämpfer kein Problem dar - sie können sogar auf ein und derselben Base stehen - siehts bei den Reitern schon ganz anders aus. Das Problem sind hier weniger die Menschen, die sich im sculpt nicht augenfällig unterscheiden, als vielmehr die Pferde. Die Größenunterschiede sind nicht allzugroß, die Crusaderpferde wirken aber irgendwie ein wenig gedrungener, die BlackTrees in meinen Augen etwas "eleganter". Aufgrund des dynamischeren sculpts erscheinen die BlackTrees subjektiv dann doch wieder größer.
Nun kann ich also die beiden ranges nicht auf einer base mischen, was insofern ärgerlich ist, alsdass ich von beiden jeweils Modelle über habe, mit denen ich kein Reiterbase á 4 Modellen voll bekomme.

links Black Tree design, rechts Crusader miniatures

Interessanterweise ist die Zeitstellung der Crusaders aus der Normannenrange das 11.Jahrhundert, die der BTDs hingegen der 2.Kreuzzug, also Mitte 12.Jahrhundert. Die Unterschiede werden jedoch überwiegend über die Helme und die Sättel transportiert, ich bezweifele ernsthaft dass - speziell auf dem Spielfeld aus einer Entfernung von einem Meter - dieser Umstand augenfällig wird. Kombinierbar sind sie in einer Armee historisch allemal.

Um das Mass voll zu machen, habe ich heute noch Hospitalritter von den Perry´s bestellt. Ich weiss, ich weiss "jetzt bringt er noch ´ne dritte Firma ins Spiel", aber was solls, ich finde die Hospitalritter der Perry´s einfach zu genial...und wer weiss, vielleicht war das nicht die letzte Bestellung bei den Perry´s.

Und um noch eins draufzusetzen: Heute hat sich ergeben, dass DonVoss aus dem Sweetwaterforum und ebenfalls ein Berliner wargamer eine Seldschukenarmee für Impetus aufbaut. Das gibt nochmal einen Motivationsschub, denn DVs Arbeitstempo ist so enorm wie legendär. Seine Impetus-Keltenarmee hat er in seinerzeit in 4 Wochen gestemmt !!

The picture shows the small differences between the Crusader miniatures and the Black Tree Design miniatures. I also ordered some Hospitalknights from Perry, because I like them.
Today I learned that DonVoss a Berlin wargamer and member in the sweetwaterforum decided to start an Impetus-seljukarmy. Because of his nearly legendary workingspeed I get an adittional motivation.

Donnerstag, 2. Februar 2012

iter in terram sanctam: Pilger in Waffen - armed pilgrims


Im Vergleich zu späteren Kreuzzugsunternehmungen war der Prozentsatz der berittenen Kämpfer im 1.Kreuzzug niedrig. Die Schätzungen variieren je nach Lehrmeinung und Fortschritt des Zuges zwischen ca. 20 und 40 Prozent aller Beteiligten. Die Gründe für diese relativ geringe Anzahl  sind vielfältig. Nachdem sich die Heeresteile in Konstantinopel gesammelt hatten und sich anschickten Kleinasien zu durchqueren, befanden sich  noch viele vergleichsweise schwach bzw. unbewaffnete Pilger im Heer. Das waren jene Krieger , die als Gefolgsleute bedeutenderer Adliger nicht in der Lage waren ein Pferd zu unterhalten, Pilger sowie jene Überreste des Zuges Peters des Einsiedlers, die sich nach ihrer Zerstreuung dem Hauptheer angeschlossen haben.
Im weiteren Verlauf des Zuges schwankte die Zahl der einsatzfähigen Berittenen teils erheblich. Der lange Zug durch Kleinasien, verbunden mit den, mit der Entfernung von Konstantinopel wachsenden, Versorgungsschwierigkeiten reduzierten die Zahl der Pferde, die schlichtweg verhungerten. Vor Antiochia, dessen Belagerung sich fast über ein dreiviertel  Jahr hinzog, verendeten viele Pferde aufgrund der Hungersnot, welche im christlichen Lager herrschte. Bei den entscheidenden Auseinandersetzungen mit den Verteidigern und den Entsatzstreitkräften konnten die Christen teilweise nur wenige hundert berittene Kämpfer aufbieten.
Die Spannungen unter den Kreuzfahrern  waren im Übrigen auch nicht hilfreich. Balduin von Boulogne verliess das Heer noch vor Antiochia unter Mitnahme seiner Gefolgsleute, um sich Edessa zu erobern.  Bohemund von Tarent verblieb nach der Einnahme Antiochias in seinem neuen Fürstentum, sodass nur noch ca. 12.000 – 15.000 Krieger weiter nach Jerusalem zogen, von denen jedoch nur noch geschätzte zehn Prozent Ritter waren.

Die beiden bases stellen Ritter dar, die im Verlaufe des Zuges ihre Pferde eingebüßt haben; vielleicht sind sie aber auch nur abgestiegen, um effektiver kämpfen zu können. So wie bei Doryläon, als die Vorhut unter dem Beschuss der Seldschuken der Ankunft des übrigen Heeres harren musste.
Ich habe bewußt auf steelpins verzichtet, stattdessen Besenborsten für die Lanzen verwendet, die Verletzungsgefahr ist zu hoch.

Compared to later crusades the percentage of mounted fighters was low. It is estimated that they were only 20 to 40 percent depending on the doctrine and the progress of the crusade. Reasons are manifold. After rallying in Constantinople and leaving to transit asia minor a great many of poorly or unarmed pilgrim has been among the army. These people were those who followed a more prominent noble and were not able to maintain a horse, pilgrims as well as those of Peter the hermits followers who managed to keep up with the following crusade after being  scattered by the muslims.
In progress of the crusade the number of mounted warriors fluctuated seriously. The long march through asia minor with its logistical problems due to the ever growing distance to Constantinople reduced the number of horses which simply died of starvation. At Antioch which was besieged for nearly nine month many of the horse died due to the famine in the christian encampment. In the decessive fightings with the besieged and the relief force the Christians were able to field only a few hundred knights.
Tensions beneath the crusaders were not helpful beyond that. Balduin of Bologna left the crusade ere to Antioch to conquer Edessa for himself. Bohemund of Taranto decided to stay in his newly conquered principality of Antioch so that an estimated 12.000 to 15.000 warriors head on for Jerusalem. Only an estimated ten percent of them were knights.

These to bases are knights who got lost of their horses during the crusade. Maybe they otherwise just dismounted for fighting. So  the vanguard did at Doryläon under the bombardment of the Seljuk archers waiting to be reliefed by the mainbody of the Christian troops.
I deliberatly made use of broom-bristles instead of steelpins because the later hold a high risk of injuries.