Freitag, 3. Mai 2013

Nächstenhiebe auf normannisch - Ein IMPETUSspielbericht

Nachdem zumindest schon eine Rumpfarmee spielbar ist, kamen heute die alten Normannen Toro "der Erproberer" und Henry FitzKnitz zu einer kleinen Impetus-Session ins Chateau Wuttke . Heinz brachte seine Normannen ebenfalls mit und dann ging es zur Sache.
Der Hintergrund:

Kurz vor dem Aufbruch nach Jerusalem wollen die Beteiligten nur noch kurz ein, zwei Sachen durchsprechen (wer wo plündert, wer welche Stadt bekommt, Frauenverteilung...was man eben so als Normanne zu bequatschen hat), bekommen sich aber wieder in die Flicken und beschließen, mal kurz rauszugehen und sich aufs Nasal zu boxen. Klang plausibel für uns.
Hier die Anfangsaufstellung (Bilder sind wieder super geworden...):






Lord FitzKnitz´Mannen:



Meine Mannen:



In der ersten Runde startet FitzKnitz zu einem gewagten Flankenritt, der ihn unmittelbar an der äußerst schwierigen Keksschüsselpassage vorbeiführt...


...während ich meinerseits meine auf den Flanken postierten Armbrustschützen nach vorne bewege. Die Ritter streben sofort zum Gegner. Recht so !


FitzKnitz verharrt auf dem linken Flügel und versucht auf dem rechten mit seinen Rittern und Fußknechten ein Flankenmanöver. Aber nicht mit mir: In der 2.Runde stürmen die Ritter weiter vor, die Fußknechte folgen so rasch sie können, aber die Armbrustschützen verharren und haben auf beiden Flanken das Feld komfortabel im Blick. Meine Bogenschützen orientieren sich zu meiner linken Flanke..mal sehen was passiert.



Meine Ritter müssen ran an den Feind und stecken die ersten Verluste durch Beschuß ein. Halb so wild...





Die Einwohner von Hauteville-de-Wuttke läßt das alles kalt, sie kennen das Spektakel zur Genüge und das Leben geht seinen gewohnten Gang...





Aber Hoppla: Anders als erwartet, umgehen FitzKnitzens Ritter nicht die meinen, um sich dann auf die Infanterie zu stürzen, sondern stürmen diesen in die linke Flanke. Autsch ! Zwar können die Armbrustschützen in Opportunity seine Ritter auf VBU 1 herunterschiessen, aber der Charge sitzt erstmal.





Nicht müssig, attackiert seine linke Flanke meine Ritter...bleibt aber stecken. Der Boden ist aber auch ein Acker...Glück für ihn: Das Malheur bleibt folgenlos.





In der nächsten Runde wird der Kampf auf meinem linken Flügel fortgesetzt, meine Ritter müssen übel einstecken und werden zurückgeworfen. Die übrigen Ritter - noch immer hochmotiviert und frisch - beschliessen, jetzt alles auf eine Karte zu setzen. Nach vorne ! Soll sich doch die nachrückende Infanterie um seine Ritter kümmern...Durch Beschuss immer wieder disordered, müssen die heiligen Brüder (Disordered-Marker) oben beim Chef aber immer wieder nachdrücklich um Hilfe flehen.





Endlich erreichen meine Ritter das gegnerische Zentrum, aber da steht die Infanterie - gut gerüstet und mit ihren langen Speeren - und kann dem Ansturm mühelos standhalten. Übrigens bis zum Schluss...meine Ritter werden nichts mehr reissen, es gibt nur noch ein hin- und herwogendes Hauen und Stechen.


Jetzt kommt´s dicke: Meine im Nahkampf im Zentrum hängengebliebenen Ritter werden nach zwei Runden Schlagabtausch aufgerieben (die überlebenden Knitzschen Ritter werden dann einfach umgeschossen) und auf dem rechten Flügel mühen sich meine Fußknechte ab, doch das linksliegen gelassene Ritterhäuflein von FitzKnitz naht von ebendort und leitet souverän den Schlußakt ein...


Die zum Schutz meiner linken Flanke zurückgelassenen...äh, "Aushilfskräfte mit landwirtschaftlicher Kernkompetenz" werden binnen zwei Aktivierungen zurück auf die Äcker geschickt, da können auch meine wirklich gut aufschiessenden Bogen- und Armbrustschützen nichts mehr retten...





Zwischenzeitlich haben sich meine Fußknechte sang- und klanglos aus dem Geschehen verabschiedet, während meine Armbrustschützen rechts das Feld im Blick haben. Nützt ihnen nur nichts mehr: Im Zentrum macht sich FitzKnitzens Truppe daran mich einzuschliessen, doch mit dem Verlust der letzten Infanterieeinheit (außer den wie gesagt recht erfolgreichen Schützen), ist das Spiel aus und ich muß zähneknirschend die Knie beugen.

Zumindest die im Laufe der Schlacht heranpilgernden Dorfbewohner kamen noch auf ihre Kosten...



Dann kann der Kreuzzug ja endlich losgehen...

Kommentare:

  1. Sehr geil! Wirklich schöner Spielbericht. Die Armeen sind wirklich toll bemalt und eine wahre Augenweide.

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  2. Ich hab mich schon über die Einleitung weggeschmissen! Perfekte historische Darstellung, wie sie nicht besser und authentischer sein könnte - das lass dir mal von einem gestandenen Normannen-Reenactor gesagt sein. Und nun los: "Deus lo vult!"

    Michi

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