Freitag, 31. Mai 2013

90x90 Spielplatte - Gamingtable

Leider hat es nicht ganz gereicht, um meine Vorstellungen umzusetzen, weil ich in der letzten Woche reichlich arbeiten mußte. Und zum Schluß ist mir auch noch das Streu ausgegangen...sieht also nicht ganz so afrikanisch aus.

Unfortunatley I couldn´t finish this one due to the lack of time (too much work the last days). And in the end the grass ran out...so this has not got the real african flavour.



Montag, 27. Mai 2013

Coltanbergbau in Zambwana - Coltan ore mining in Zambwana WIP (3)

Und weiter geht´s...

Böse Überraschung, denn der Spachtel war an einigen Stellen nach zwei Tagen noch nicht trocknen, also mußte ich die Platte nochmals sechs Stunden in einen gut geheizten Raum stellen. Zwar gab es ein paar kleine Risse, aber bei bis zu fünf Lagen Styrodur kann sich nichts verziehen.
Zwischenzeitlich ist alles schon gebrushed, morgen wird begrast und mit den ersten Details im Steinbruch begonnen. Zusätzlich benötige ich in den Randbereichen noch etwas Grün. Schaun mer mal...

Am Wochenende habe ich endlich mit meinem Airfix Jungle Outpost begonnen, der als OldMountainMining-Büro herhalten wird. Das Schöne an diesem Bausatz sind die vielen kleinen SchnickSchnackteile: Schaufel, Pickel, Kisten...was man halt so im Steinbruch benötigt.
Ein Technical habe ich bereits sprühgrundiert.
Vier Tage noch. Das wird eng !

Forward...

Bad surprise, but the spackle hasn´t dried out totally in two days so I had to put the table in a heated room. Indeed it caused some cracks but with  five layers of polystyrene it won´t cause any warps. 
Now the table is already drybrushed and tomorrow I will start to a apply some grass and start with the details in the quarry. I´ll need some plants on the tables edges too.

In the meantime I finally started to assemble my airfix jungle outpost which will serve as the local OldMountainMining-bureau. The kit includes some useful odds and ends such linke shovels, picks and crates...all the things one can find in a mine or a quarry.
I ´ve already primed a technical...
4 Days to go. Things are getting tight...






 

Sonntag, 26. Mai 2013

Honi soit qui mal y pense - topblogstories

Na da hatte ich im Laufe des Monats Gelegenheit, mich richtig zu freuen. Blogaufrufe ohne Ende. Vor meinem geistigen Auge tauchten Heerscharen neuer Leser auf, die sich neugierig auf Opas Quatsch stürzen. In fieberhafte Tagesträume steigerte ich mich hinein, in denen ich - großzügig durch Werbeeinnahmen meines Blogs alimentiert - Cocktail schlürftend an mediterranem Gestade weilte, während daheim leibeigene Lohnmaler die schärfsten Armeen auf meinen bloßen Wink aus dem Boden stampften.
Indes kühlte ich mich recht schnell ab, als ich genauer unter die Lupe nahm, "wer" oder besser gesagt "was" da auf meinen Blog zugriff: topblogstories nennt sich das. Klingt erstmal harmlos, vielleicht so ´ne Art "Best of" irgendwelcher Blogs tritratrulalla...
Weit gefehlt, ein Klick auf ebendiese links entführte mich nicht etwa auf derlei pages, sondern wahlweise entweder in die Welt des prallen nackten Weiberfleisches oder auf irgendeine Kackseite auf der mir versichert wurde, dass irgendeine Klunte aus hastenichgesehen, ohne ihren Arsch aus dem Haus zu bewegen, soundsoviel Tausend Euronen via Web verdient hätte und ich könne das auch.
Was soll der Scheiss´ ? Ich bitte nicht drum und verbitte es mir ! Aber wie ich just gesehen habe, läßt der hype schon nach...
Mal sehen, welche FickFuck-Seite als nächstes ihre Spuren auf meinem blog hinterläßt.

Arschlöcher !

Mittwoch, 22. Mai 2013

OPA HÜLFT ! Heute: Ich bau mir einen Blog...(Teil 3)

Hülfe...Hülfe...Opa ! Mein Freund hat vorgestern den ganzen Tag ununterbrochen Zinnfiguren bemalt. Als ich ihn angesprochen habe, ist er aufgestanden und wortlos gegangen. Seitdem hab ich ihn nicht wiedergesehen und weiß jetzt nicht, wie es weitergehen soll..."

klagt  Mandy-Danone P. aus F/O. Ganz einfach, liebe Mandy-Danone: Ich empfehle Dir, alle Figuren erst einmal mit einem Mattlack zu versehen, dass schützt sie vor mechanischen Einwirkungen. Danach würde ich sie mit einer geschmackvollen Base versehen, das wertet die Figur nochmals optisch auf.

Figuren richtig präsentieren

Wenn wir unsere Figuren bemalt haben, dann benutzen wir sie im Allgemeinen, um damit zu spielen. Der Eine oder Andere unter Euch wird sie aber auch in einem showcase zeigen wollen, wenn ihm die Bemalung gut gelungen ist bzw. er hat sie gleich von vornherein für ein Diorama vorgesehen.
Manch Einer fotografiert sie aber vorher und stellt sie ins Netz, damit Gleichgesinnte ihn lobhudeln können. Oder vernichten. Je nachdem...

Regel 4: Die Figur irgendwo draufstellen


Wir nennen das "basen", das kommt von englisch base und meint Standfuss. Logisch, soll ja nicht umkippen. Volksetymologisch wird das aber häufig auf Base, also Cousine bzw. Tante zurückgeführt, weil das meist die Person ist, die den ganzen Krempel bezahlt hat. Vorallem, wenn man 14 ist und wenn´s aus Nottingham kommt.
Die "base" kauft man entweder, wenn man irgendein hippes System spielt, dass das vorschreibt oder nimmt Unterlegscheiben, Pappe, MDF oder sonstewas. Die Oberpfiffigen nehmen 5-Cent-Stücke, weil sie meinen, das wäre die preiswerteste Variante. Seh´ ich anders, andererseits geb´ ich zu, dass sich dadurch der Wert so mancher Figur verfünffacht. Es gibt aber auch einen Dreck am Markt...
Das "basen" an sich ist weniger eine Kunst, als vielmehr ein Kult. Dementsprechend gibt es tausend Ideen und tausend Meinungen, aber nur Eure zählt im Zweifelsfalle.

Das Diorama

Diorama kommt aus dem Griechischen und heißt soviel wie Durchscheinbild. Aha.
Ist es ein kleines, dann nennt man es Vignette. So wie die Sosse, die man über den Salat giesst.

Spiele wie Impetus bieten an sich bereits aufgrund ihrer regeltechnisch vorgesehenen Basierung optimale Voraussetzungen, um die Figuren in Form eines Dioramas aufzubauen. Da wird oft genölt, "Ich kann mich an diese wandernden Felsen nicht gewöhnen !" Logisch, aber wenn der Gaul deines Kavalleristen für alle Ewigkeit auf der Hinterhand übers Feld hoppelt, ist das realistischer oder was ?!
Andere spielen nicht, sondern bauen grundsätzlich nur Dioramen mit ihren Figuren. Diese Menschen verdienen meinen allerhöchsten Respekt, weil ich das so schön altmodisch finde und weil viel Liebe drinsteckt. Menschen mit der Wahrnehmung eines Lurchs erkennen es nicht,weil die Figuren dabei nichts machen, außer...dazustehen. Die MTV-Generation kann sowieso garnix damit anfangen, wenn nichts zuckt oder kreischt und auch nach 30 Minuten draufstarren keine Werbeunterbrechung kommt.

Wer sich an einem Diorama versuchen will, sollte sich vorher gründlich überlegen Was er darstellen will. Oftmals hilft es, sich vor dem ersten Handschlag einen Namen dafür auszudenken; erfahrungsgemäß verwirft man dann schon ca. 50% seiner Ideen, weil...naja, braucht die Welt wirklich "Der Zenturio muss kacken" ?
Anderenfalls könnte es schnell passieren, dass die Vignette "SpaceMarine quält Kätzchen tot" für den hoffnungsvollen Jungwargamer beim jugendpsychatrischen Notdienst endet, das Diorama "Zwei SS-Männer feiern Weihnachten mit Rabbi Jacob" hingegen zeugt nicht nur von schlechter Recherche, sondern könnte auch staatliche Stellen zu einer kleinen Gesinnungsüberprüfung animieren.

Meiner Meinung nach empfiehlt es sich für den historischen Figurenmaler grundsätzlich, vor dem Malen und aufbauen, gründlich zu recherchieren, anderenfalls man den Napoleonikern (http://worldofwuttke.blogspot.de/2013/04/guide-welcher-wargamer-bist-du-teil-4.html) in die Hände fällt und dann setzt es was !

Regel 5: Figuren fotografieren 

Heikles Thema für den Opa...
Ich sag mal so: Ich weiss theoretisch wie es geht, aber wer mich mit einer Kamera hantieren sieht, verspürt zwangsläufig alsbald den Wunsch, sowohl den Notarzt als auch die Polizei zu rufen. Die Reihenfolge kann variieren...
Als Faustregel gilt:

Lieber ein schlechtes Foto, als gar kein Foto. Lieber gar kein Foto, als eines, auf dem die Figur mit Photoshop bearbeitet wurde !

Um mal zu zeigen, was ich meine, hier ein Ausschnitt aus meiner Wüstenplatte:






Und hier eine Base mit numidischer Kavallerie:





Und ein Schnappschuss vom letzten Zambwanaabend:



Na ? verstanden ?

Regel 6: Ins Netz stellen

Heutzutage kein Problem. Sollte man denken. Leider hat der liebe Gott die geistigen Gaben recht ungleichmäßig unter die Seinen verteilt:


Wo ihr Euren Blog erstellt, hängt im Wesentlichen von den Erwartungen und Anforderungen ab, die ihr habt.
Grundsätzlich ist es Euer Blog auf dem Ihr eure Vorstellungen umsetzen könnt. Wem es nicht paßt, der muß auch nicht kommen !

Zusammenfassung

Und zum Schluß mal alles zusammen oder wie ein Kollege dereinst so schön sagte:

"Und das ist die Zusammenfassung der Synopse !"

Hier eines meiner ersten Dioramen, die ich jemals gebaut habe. Ich nannte es "Nachtgefecht vor Savo Island" und zeigt den schweren Kreuzer HMAS Australia zwischen zwei Breitseiten. Brachte mir damals gute Kritiken in der Apothekenrundschau ein und einen Trostpreis bei "Müllsammeln - aber richtig".
Rechts im Hintergrund die Insel Savo, etwas nördlich von Cape Esperance. Die HMAS Australia habe ich im Tarnschema 7D bemalt. Das Modell ist im Maßstab 1:285.



Cool oder ?

So ich hoffe, ich konnte viele Fragen beantworten...
Beim nächsten Mal erfinden ich neue Eure Fragen, bis dann !

Coltanbergbau in Zambwana . Coltan ore mining in Zambwana WIP

Am 31.05. ist deadline, also nur noch 9 Tage, ich komme langsam in Zeitnot.
Heute habe ich großzügig mit Fertigspachtel aus dem Baumarkt gearbeitet, dabei aber ausser Acht gelassen, dass dickere Schichten in mehrere Ebenen aufzutragen sind. Das heißt, die Trockungszeit wird wohl ein Fitzelchen länger als die prognostizierten 4-6 Stunden sein.
May 31th is deadline at the zambwana-handicraft-competition 2013. Just 9 days to go and I´m in a hurry. Today I spackled amply but I didn´t pay attention to fact that a thick coat has to be applied in several layers. Seems like it will take longer to dry...













Montag, 20. Mai 2013

Coltanbergbau in Zambwana WIP - Coltan ore mining in Zambwana

Für den Zambwana-Bastelwettbewerb habe ich mir das Thema "Kleinbergbau - Coltanabbau in Afrika" gewählt.
Coltan, ein Erz, welches überwiegend in Zentralafrika abgebaut wird und aus dem Tantal gewonnen wird, welches bei der Herstellung von Mobiltelefonen Verwendung findet, ist auf dem Weltmarkt ausserordentlich begehrt und entsprechend teuer. Der Erzabbau erfolgt zu einem erheblichen Teil durch sogenannten Kleinbergbau oder artisanalen Bergbau. Mit einfachsten Mitteln wird im Tagebau bzw. tagesnahen Untertagebau und unter Mißachtung selbst der elementarsten Sicherheitsvorkehrungen nach diesem wertvollen Erz geschürft. Der größte Gewinn wird allerdings nicht durch die Menschen erzielt, die dort arbeiten, sondern erst viel später. Das ist immer so und letztlich bedauerlich, Änderungen sind langfristig nicht zu erwarten. Nur grundlegende Veränderungen in den afrikanischen Gesellschaften könnten hier Abhilfe schaffen, wenn man sich die politische Situation in einigen vom Tribalismus geprägten Staaten Afrikas jedoch ansieht, ist das jedoch reines Wunschdenken.

Inspiriert haben mich Bilder wie diese und die Tatsache, dass ich in Zambwana die "Old Mountain Mining"-Fraktion vertrete, führten letztes Endes zur Themenwahl.

I chose "Smallscale-mining - digging for coltan in africa" as theme for this years ZAMBWANA-handicraft competition. Coltan, an ore which contains tantal, a metal which sees widespread use in cell-phones, is much-sought after on the global market. Mostly it is won through smallscale mining or artisanal mining in central africa and it is done with primitive instrument by disregard of the lowest safety measures. It is obvious that the big money isn´t made by these people a problem  not new in african societies. Only major changes will put things right but looking at some african countries in the grip of tribalism these changes aren´to be expected.



Natürlich mußte es eine Spielplatte sein, denn ein reines Geländestück erschien mir unpassend. Ich armer Irrer hatte ja keine Ahnung, wieviel Arbeit da drin stecken würde. Der finanzielle Einsatz war dann auch höher als geplant...

90x90cm (3´x3´), mit max. Höhe von ca. 17cm
Erste Planungen und die Grundplatte. Als Material habe ich Polystyrolschaumstoff und Styropor verwendet, die Felsen werden von Baumrinde aus dem Aquarienbedarf gebildet.

Of course it has to be a gamingtable instead of a small terrainpiece. Quite a piece work to be done...
It measures 90x90cm or 3´x3´ with a height of  about 17cm. It´s made of polystyrene, for the rock I use tree bark.






Im nächsten Schritt habe ich zunächst das Gelände und die ersten Felsen aufgebaut, den zentralen Bereich aber weitestgehend ausgespart, weil hier die Abbauzone liegt. Auf dem tiefsten Niveau wird der Grundwasserspiegel erreicht, ein Stück Plasticard braun gesprüht.
So sieht der grundlegende Plattenaufbau am Ende dieses Arbeitsschrittes aus.
 The next step was to build uo the overall terrain and the first rocks. The central sector has been spared out to a great extend for this will later represent the mining area. On the lowest level the ground water ist reached, a brown spray-painted plasticard. 



Im nächsten Arbeitsschritt werde ich die Konturen glätten und die Platte verspachteln.
Next step I will smooth the outlines and than spackle the terrain.

Sonntag, 19. Mai 2013

OPA HÜLFT ! Heute: Ich bau mir einen Blog...(Teil 2)

Hülfe...Hülfe...Opa ! Am Gussast meiner Psychoorks ist neben Bolter und Zermanscheraxt auch noch so ´ne Schocklanze dran. Soll ich dem Ork lieber die Lanze drankleben, statt dem Bolter ?

Nein, die schiebst Du ihm in den Hintern und machst ´n  Eis am Stiel aus ihm.

HuHu !

Im zweiten Teil meiner kleinen Lebenshilfe werden wir uns mit den Hauptdarstellern Eures Blogs beschäftigen, nämlich den Zinnfiguren.
Na aufgepaßt ? Genau. Korrekt müßte es nämlich nur Figuren heissen.
Unter den Nachwuchsstubenhockern jüngeren Baujahrs setzt sich mehr und mehr die Plastikfigur durch, wer sich selbst als non-mainstreamer darstellen will, prahlt gerne mit Resin (Höllenzeug).
Irgendwie ist Zinn out. Woran liegt es ? An den Preisen eher nicht, wenn ich mir ansehe, welche Kurse für 0,62 g Plastikjuppe aufgerufen werden. Zusammenbauen muß ich den Scheiss´ auch erst noch. Will ich jetzt Modellbau betreiben oder Figurenschieben ?!
Ich ahne allerdings, dass das irgendetwas mit Sozialisation und Zeitläuften zu tun haben muß.
Gesetztere Herrschaften - so wie ich - wuchsen in Zeiten heran, in der Dinge noch aus richtigem Material gemacht wurden: Spielzeug aus Holz und Metall, Anziehsachen aus Wolle und Baumwolle und unsere Lebensmittel waren noch anständig verpackt: Getränke in Glasflaschen (Aber: Bierbüchse !!), Obst in Papiertüten, der Rest in Pappschachteln. Heute ist Alles aus Plastik. Bei vielen Kindern zwischenzeitlich scheinbar auch das Großhirn, wie ich neulich in der U-Bahn...aber lassen wir das.
Ja also kein Wunder, dass junge Menschen heute zunehmend verstört reagieren, wenn sie Sachen aus wertigem Material in die Hand bekommen. Schweissausbrüche, hilfesuchende Blicke und hektische Telefonate mit den Eltern sind da noch die harmloseren Begleiterscheinungen; auf der TACTICA hat so´n Jungspund vor Schreck geweint, als er feststellen mußte, wie schwer eine 28mm-Figur sein kann !
Dazukommt - nach meiner empirischen Erfahrung - dass immer weniger Menschen gelernt haben, dass Dinge auch fertig daherkommen können ! Möbel als Bastelware vom Schweden und Fernseher vom "Geiz-ist-geil", bei der man sich die Software erstmal downloaden muss, damit man DSDS gucken darf, sind nur die augenfälligsten Auswüchse.
Ich komm schon wieder völlig vom Thema ab...

Regel 3: Figurenbemalung

Ich geh´ mal davon aus, dass ihr Euch im Vorfeld schon Gedanken (id est: diese Sachen, die einem manchmal durch den Kopf flitzen) darüber gemacht habt, was ihr spielen bzw. anmalen wollt. Vielleicht hat die geistige Vorarbeit ja auch der nette junge Mann im Nottingham´schen Plastikramschladen für Euch erledigt.
Wie auch immer: Ihr habt jetzt Figuren.
Bei der Bemalung kann man nun seiner Phantasie freien Lauf...Achso Halt: Kann man normalerweise nicht. Der GW-Jünger muss sich sklavisch an die Vorgaben aus Nordengland halten, der historische Spieler sich eher an den geschichtlichen Gegebenheiten orientieren. Normalerweise...
Wir jedoch erheben uns, holen tief Luft und sagen mit fester Stimme:
"Ich bin ein freier Mensch und beuge mich keinem Zwang !", folglich werden die jüngst erworbenen römischen Legionäre in ein zartes Altrosa gehüllt.

Im Netz und in jedem Forum gibt es eine Vielzahl von Tipps&Tricks zur Figurenbemalung, Tutorials en masse und wer nur ahnt, welches das feuchte Ende des Pinseln ist, beglückt die halbe Welt mit seinen Schlaumeiereien.
Alles Quatsch !
Hier rasch in aller Kürze, weil Figurenbemalung eigentlich ein eigenes Thema darstellt: Je weniger Farben, desto gut !

Wer neben schwarz und weiss noch die drei Grundfarben besitzt (oder waren´s vier...Mann ist die Schule lange her), darf als gut ausgestattet gelten. Fortgeschrittene haben noch ein paar speziellere Töne auf Lager, aber im Allgemeinen mischt man bei Bedarf. Zusätzlich bedienen wir uns reichlich bei inks und washes (dünnflüssige Brühe, die in jede Ritze läuft. Praktisch, wenn man mal wieder ein bißchen in Eile war...).
Bei kleineren Maßstäben - also praktisch alles unterhalb GW-Niveau - bevorzugen wir kräftige Farben, damit man die kleinen Racker auf dem Tisch gut unterscheiden kann. Viel liest man auch von kräftigen Kontrasten, was aber zu Missverständnisse führen kann. Die perfekte Bemalung sieht so aus:


Mütze schwarz, Klamotten grün, Barthaare gelb. Wer viel im ÖPNV unterwegs ist, weiß, was ich meine...

Selbsternannte Experten reden Highlights das Wort, mißverstehen dabei aber die Wortbedeutung. Wenn Hertha beim Aufstieg die Hupen aus Düsseldorf auf dem entgegengesetzten Weg abklatscht, DAS ist ein Highlight !

"Opa, wie malst Du Gesichter ?" lautet eine stetig wiederkehrende Frage und die Antwort: Mit´m Pinsel natürlich ! Haha, lustig...
Gesichter malen ist eine der einfacheren Übungen, denn man braucht nur zwei Farben:
Zunächst den Grundton in gunmetal, danach kräftig mit silver drüberbürsten. Zum Abschluß reichlich army painter strong tone. Das Ergebnis kann sich sehen lassen:



Okay, Ihr habt jetzt Figurern bemalt, wie kann man sie dann effektvoll präsentieren ? Ein schwieriges Thema, welches zum besseren Verständnis ausführlicher behandelt werden sollte. Leider hab´ ich mich heute ein bißchen "verplauscht". Passiert schon mal. Ihr könnt Euch das ja vielleicht nicht so vorstellen, aber wir hatten früher nur zwei Holzfiguren. Wir waren ja sieben Kinder und mussten die also in sieben gleiche Teile teilen. Wir haben uns einfach Papis Säge geliehen und dabei ist eine Zacke rausgebrochen. Mann, haben wir Keile bekommen und mussten ihm Stall schlafen. Bei minus 56° ohne dicke Socken blasülzlaberschwätz...

Sonntag, 12. Mai 2013

OPA HÜLFT ! Heute: Ich bau mir einen Blog...

"Hülfe...Hülfe...Opa ! Jetzt stell´ ich schon die fünfte Figur in einer Woche ein, aber mein Blog is´ immer noch nich´ so cool wie deiner !"

Solche oder ähnliche Hilferufe erreichen mich immer wieder. Dabei genügt ein kurzer Blick auf den Blog des Bedauernswerten und ich weiß Bescheid:

Paulis Pinsel Pathos - Alles rund ums Tabletoppen !

Klare kontrastreiche Farbgebung, geschmackvolles Design, durchdacht und strukturiert der Aufbau. Logische Sparten erleichtern das Manövrieren und aussagekräftige Labels helfen beim Auffinden der Lieblingsspielsysteme oder der bevorzugten Epoche. Müßig zu erwähnen, dass vor dem Veröffentlichen des jeweiligen Posts nochmals Korrektur gelesen wird. Selten so eine professionell aufgezogene Website gesehen. Der da jammert, ist selbstredend auch am Pinsel noch ein Könner...

Heilige Scheisse, wo soll ich da nur anfangen ?!

Dabei kann man diesen oder ähnlichen Ärger beim Erstellen oder Betreiben eines Blogs schon zu Beginn vermeiden, wenn man sich an ein paar ganz einfache Grundregeln hält. Dabei gilt es, sein Handeln regelmäßig, unter Berücksichtigung der folgenden Prämisse, einer stetigen Hinterfragung zu unterziehen:

Wie würde ich meinen Blog gestalten, wenn ich untalentiert und grenzdebil mit Hang zum Größenwahn wäre?

Regel 1: Eine angemessene Kommunikationsform finden

Wer liest meinen Blog: "nerdiges GW-Opfer", "hipper Rule-Hopper" oder "abgeklärter Alttabletopper" ?
Der Jungdynamiker, der gerne das sauer verdiente Geld seiner Eltern mit vollen Händen aus dem Fenster bzw. in das Fenster des örtlichen GW-Ladens wirft oder der jungerwachsene Zappelphilip mit ständig aktivierter Faselfunke am Ohr und Fratzenheftmanie brauchen komplexe Texte mit verschachtelten Satzstrukturen und besonders vielen Fremdworten (also richtigen Fremdworten), damit sie mal lernen, sich zu konzentrieren und eine Ahnung bekommen, was unter dem Begriff "Muttersprache" zu verstehen ist. Zusätzlich wird ihnen unterschwellig vermittelt "Du bist doof !"
Der lebensältere Pinselknecht wird mit Worthülsen, hippen Neoanglizismen und Satzellipsen an die Grenze seiner Aufnahmefähigkeit befördert, damit er mal sieht, welch alter Sack er schon geworden ist. Ältere Semester schätzen es auch, Sätze zu lesen, die so daherkommen:
"OMG die fuckigen earlyImperALs NonPerrys haben dermasssen verkackt+der paintJOb war beef !
NoGo auf ganzer Linie, Noob !"

So oder so: Der jeweilige Leser bekommt - schon bevor er nur das erste Bild gesehen hat - echte Komplexe. Recht so.

Regel 2: Chaosforschung

Verschwende keine kostbare Zeit auf der Suche nach einem durchdachten Blogaufbau.

1. Halte labels vage oder verwende nichtssagende Allgemeinplätze.
    Fortgeschrittene schreiben in Sanskrit oder erfinden einfach irgendwelche Wörter. Das gibt Deinem
    Blog den gewissen mystisch-geheimnisvollen Kick !
2. Ordne Deine Beiträge nach Gutdünken. Leser lassen sich gerne überraschen.
    Deine Frühimperialen Römer erhalten nicht den label "Legionen", sondern gehören unter "sci-Fi, 15mm"
    abgelegt. So verweilt der Leser länger auf Deinem Blog und Du erzeugst eine gewisse Spannung.
    Außerdem  wird die Suche weniger vorhersehbar.
3. Bloglisten kennen wir alle; ständig wird auf andere Pinselschwinger- und Figuren-über-den-Tisch-schiebe-
    Blogs verwiesen. Da sollte man sich schon ein bißchen abheben und verweist darum auf vollkommen
    themenfremde Blogs. Wer sagt denn, dass einen wargamer nicht Themen wie "Neues von Zalando" oder
    "Fußpilz weg dank Eigenurinkur" interessieren ?
4. Zitiere veraltete links oder solche, die den Leser auf virenverseuchte Werbeseiten führen.
    Das schult den Charakter des menschenscheuen Würfelmorlocks und macht ihm subtil klar, dass außer-
    halb deines heimeligen Blogs ungeahnte Gefahren im Web lauern. Den hippen Fratzenheftvirtuosen
    kann man damit freilich nicht mehr hinterm Ofen hervorlocken, der ist da Anderes gewohnt. Beim alten
    Grenadier-Zausel der ersten Stunde mag diese Lehrstunde indes durchaus verfangen.

Fortsetzung folgt...

Ok, soviel erstmal zu den basics in Sachen Blog, beim nächsten mal werde ich auf das Eigentliche - Figuren, ihre Bemalung und Präsentation - eingehen. Kann wie gesagt ein paar Tage dauern, denn ich hab´zu tun...

Samstag, 11. Mai 2013

Opa hülft...

Ach Herrje ! An dem aktuell laufenden und am 31.Mai endenden Zambwana-Bastelwettbewerb (hier der link http://www.sweetwater-forum.de/index.php?page=Thread&threadID=11627 ) nehme ich selbstredend auch teil. Natürlich hatte ich bislang keinen Handschlag getan, aber sicherheitshalber die Latte für mich schon mal nach ganz oben gelegt.  "Die schönsten Bushaltestellen Zambwanas" oder "Ein Zeitungsverkäufer in Adawambe", na das ist nix für den Opa, da muss etwas Großes her...
Gesagt ist leichter als getan. Letzte Woche habe ich begonnen eine 90x90cm große Spielplatte zu bauen, natürlich mit modellierter Oberfläche und so richtig Landschaft. Nach drei Tagen kann ich sagen: Meine veranschlagte Zeitplanung hat gerade mal für den Materialeinkauf gereicht. Na prima...
Nun habe ich noch drei Wochen und die Zeit rinnt,  nein: rennt ! Deshalb muß erstmal alles andere ruhen. WIP gibts also erstmal nicht. Später vielleicht.
Gott sei Dank ist aber immer noch genug Zeit, um in meinem Blog Geschichten vom Pferd zu erzählen. Wär´ ja noch schöner...
Gute Überleitung zum nächsten Thema, denn an dieser Stelle möchte ich mich einmal ausdrücklich an die Besucher und insbesondere an die regelmäßigen Leser meines Blogs wenden und Euch für eure Treue danken. Natürlich - und dass werdet Ihr festgestellt haben - gibts bei mir ja nix umsonst; von wegen hier bunte Bilder gucken und mal so en passant die eine oder andere Idee geklaut. "Denkste, so looft dit hia nich Froindchin", wie man in meiner Heimatstadt so schön sagt. Wer hier mitliest, bekommt das Vollprogramm, darf sich Opas Märchen anhören und ihm ein Reisebegleiter in die absonderlichen Winkel seiner Gehirnkrypta sein.
Weil das auf die Dauer anstrengend ist, will ich deshalb zur Abwechslung mal etwas für Euch tun. Euch helfen und sicher durch die Gefahren der Miniaturwelten lotsen. Dafür gibt´s jetzt meine neue Rubrik (label heisst dit ja hia, wa ?) Opa hülft, in der ich demnächst sporadisch alle die brennenden Fragen beantworte, die Euch schon seit langem nicht auf der Zunge liegen. Ja genau richtig verstanden: Das läuft hier genau so ab, wie früher in der Bravo bei Doktor Sommer oder bei Fragen-sie-Frau-Annemarie in der NeuenPostRevueWocheFamilie: Ich erfinde Eure Fragen und beantworte sie gleich selbst. Der Vorteil liegt auf der Hand: Ich erspare mir Fragen wie "Opa, wie lang ist Dein Pinsel ? harhar" oder "Opa, warum bist du immer so böse ?" (Weil ich´s kann !!!) und riskiere außerdem nicht, dass ihr mir Fragen stellt, auf die ich keine Antwort weiß !
Tja, wie gesagt: Danke an alle fürs Mitlesen und vor allem Eure positive Resonanz, die mir immer wieder bedeutet:
Opa, deine Mission ist noch nicht beendet. Das deutsche tabletop braucht dich !

Freitag, 3. Mai 2013

Nächstenhiebe auf normannisch - Ein IMPETUSspielbericht

Nachdem zumindest schon eine Rumpfarmee spielbar ist, kamen heute die alten Normannen Toro "der Erproberer" und Henry FitzKnitz zu einer kleinen Impetus-Session ins Chateau Wuttke . Heinz brachte seine Normannen ebenfalls mit und dann ging es zur Sache.
Der Hintergrund:

Kurz vor dem Aufbruch nach Jerusalem wollen die Beteiligten nur noch kurz ein, zwei Sachen durchsprechen (wer wo plündert, wer welche Stadt bekommt, Frauenverteilung...was man eben so als Normanne zu bequatschen hat), bekommen sich aber wieder in die Flicken und beschließen, mal kurz rauszugehen und sich aufs Nasal zu boxen. Klang plausibel für uns.
Hier die Anfangsaufstellung (Bilder sind wieder super geworden...):






Lord FitzKnitz´Mannen:



Meine Mannen:



In der ersten Runde startet FitzKnitz zu einem gewagten Flankenritt, der ihn unmittelbar an der äußerst schwierigen Keksschüsselpassage vorbeiführt...


...während ich meinerseits meine auf den Flanken postierten Armbrustschützen nach vorne bewege. Die Ritter streben sofort zum Gegner. Recht so !


FitzKnitz verharrt auf dem linken Flügel und versucht auf dem rechten mit seinen Rittern und Fußknechten ein Flankenmanöver. Aber nicht mit mir: In der 2.Runde stürmen die Ritter weiter vor, die Fußknechte folgen so rasch sie können, aber die Armbrustschützen verharren und haben auf beiden Flanken das Feld komfortabel im Blick. Meine Bogenschützen orientieren sich zu meiner linken Flanke..mal sehen was passiert.



Meine Ritter müssen ran an den Feind und stecken die ersten Verluste durch Beschuß ein. Halb so wild...





Die Einwohner von Hauteville-de-Wuttke läßt das alles kalt, sie kennen das Spektakel zur Genüge und das Leben geht seinen gewohnten Gang...





Aber Hoppla: Anders als erwartet, umgehen FitzKnitzens Ritter nicht die meinen, um sich dann auf die Infanterie zu stürzen, sondern stürmen diesen in die linke Flanke. Autsch ! Zwar können die Armbrustschützen in Opportunity seine Ritter auf VBU 1 herunterschiessen, aber der Charge sitzt erstmal.





Nicht müssig, attackiert seine linke Flanke meine Ritter...bleibt aber stecken. Der Boden ist aber auch ein Acker...Glück für ihn: Das Malheur bleibt folgenlos.





In der nächsten Runde wird der Kampf auf meinem linken Flügel fortgesetzt, meine Ritter müssen übel einstecken und werden zurückgeworfen. Die übrigen Ritter - noch immer hochmotiviert und frisch - beschliessen, jetzt alles auf eine Karte zu setzen. Nach vorne ! Soll sich doch die nachrückende Infanterie um seine Ritter kümmern...Durch Beschuss immer wieder disordered, müssen die heiligen Brüder (Disordered-Marker) oben beim Chef aber immer wieder nachdrücklich um Hilfe flehen.





Endlich erreichen meine Ritter das gegnerische Zentrum, aber da steht die Infanterie - gut gerüstet und mit ihren langen Speeren - und kann dem Ansturm mühelos standhalten. Übrigens bis zum Schluss...meine Ritter werden nichts mehr reissen, es gibt nur noch ein hin- und herwogendes Hauen und Stechen.


Jetzt kommt´s dicke: Meine im Nahkampf im Zentrum hängengebliebenen Ritter werden nach zwei Runden Schlagabtausch aufgerieben (die überlebenden Knitzschen Ritter werden dann einfach umgeschossen) und auf dem rechten Flügel mühen sich meine Fußknechte ab, doch das linksliegen gelassene Ritterhäuflein von FitzKnitz naht von ebendort und leitet souverän den Schlußakt ein...


Die zum Schutz meiner linken Flanke zurückgelassenen...äh, "Aushilfskräfte mit landwirtschaftlicher Kernkompetenz" werden binnen zwei Aktivierungen zurück auf die Äcker geschickt, da können auch meine wirklich gut aufschiessenden Bogen- und Armbrustschützen nichts mehr retten...





Zwischenzeitlich haben sich meine Fußknechte sang- und klanglos aus dem Geschehen verabschiedet, während meine Armbrustschützen rechts das Feld im Blick haben. Nützt ihnen nur nichts mehr: Im Zentrum macht sich FitzKnitzens Truppe daran mich einzuschliessen, doch mit dem Verlust der letzten Infanterieeinheit (außer den wie gesagt recht erfolgreichen Schützen), ist das Spiel aus und ich muß zähneknirschend die Knie beugen.

Zumindest die im Laufe der Schlacht heranpilgernden Dorfbewohner kamen noch auf ihre Kosten...



Dann kann der Kreuzzug ja endlich losgehen...