Samstag, 19. Dezember 2015

FROSTGRAVE (7)



Am Donnerstag gab es ein weiteres Spielgegen Gwyndor.
 Bilder sind leider wieder nix geworden, deshalb gibts nur die Platte.
Wir spielten das Szenario The Mausoleum. Nette kleine Sache, die durch die freilaufenden und ründlich nachwachsenden Skelette ein kleines Überraschungsmoment erfährt.

Diesmal war ich so schlau und habe zwei Archer in meine warband aufgenommen. Platz hatte ich ja.
Das hat sich direkt ausgezahlt.

Die Verluste waren auf beiden Seiten wieder heftig, aber diesmal verlor ich nur einen Dieb. Gwyndor hatte einen Man-at-arms in seiner Truppe, der muß irgendwie schlechte Laune gehabt haben und hat allein vier meiner Männer niedergestreckt. Sportlich. Im Endeffekt hat es ihn aber auch erwischt und im Nachgang ging er sogar drauf. Würfelpech, denn er muß insgesamt drei Kämpfer ersetzen.
Zwar konnte ich auch nur einen normalen und einen Spezial-Schatz für meine Truppe sichern, aber die XP habe ich durch gelungenes Niederstrecken der Gegner durch meinen Zauberer ausgeglichen.


Gwyndor vertrat ja die Meinung, FROSTGRAVE
unterstützt den eher konfrontativen Spielstil (ja gut, kloppen muß man sich schon, deshalb sind wir ja da ), hat aber ironischerweise wieder mehrfach sehr gelungen telekinesis und leap eingesetzt und sich allein dadurch zwei Spezialschatzmarker erobert.
Insofern seh´ich das durchaus anders.



Vielleicht habe ich aber auch nur noch nicht die passende Antwort auf diese Taktik gefunden.
Schaun mer mal...

Ich jedenfalls hab´ noch drei Plätze frei in meiner warband und überlege mal...








Sonntag, 13. Dezember 2015

FROSTGRAVE (6)

Gestern im Club gab es das dritte Spiel, diesmal wieder ein Multiplayer mti Gwyndor und Tahir.
Wieder habe ich derbe Prügel bezogen, ohne diesmal groß zu punkten, jedoch mit immerhin netter Beute.
Und so kam es:

Wir spielten das Szenario The Silent Tower so sah der Tisch aus.




 Zwischenzeitlich hatte ich schon ein paar Hirst Arts-Teile in Felstad-Ruinen verwandelt und setzte sie gleich ein.


Leider habe ich schon bei der
Zusammenstellung der warband gepfuscht, weil ich die Fernkämpfer zugunsten der Hunde weggelassen habe. Dumm, denn Fernangriffe auf den Silent Tower gehen nur mit nichtmagischen Waffen.



Leider auch sehr ungeschickt, dass ich gleich zu Beginn beide Gegner angegriffen habe, sodaß ich mich schon früh verzetteln mußte.

Hier sind meine Jungs noch zuversichtlich.

Kurz drauf gab es auch schon die ersten Abgänge.
Der Schatz rechts war einfach für mich, der links im BIld hart umkämpft und blieb letztlich auf der Platte.

An den silent tower brauchte ich nicht mal denken.


Gwyndors fieser Armbrustschütze hat mir zu schaffen gemacht.
Aber meine treuen Hunde haben kräftig gebissen.
Genutzt hat´s nix, denn er ist mit drei Schätzen vom Tisch.



Harter Kampf um den Schatz mit Tahirs warband...

Meine Diebe waren bemüht...
Irgendwann erschien auch der beschworene Zombie.
Beim nächsten Mal beschwöre ich ihn besser während des Spiels, denn er ist ja sooooo langsam. Bis der mal da ist wo ´s brennt, ist schon Tauwetter...




Tahir beglückt mich noch mit einem wall-Zauber.
Wen hat´s getroffen ? Na klar, den Zombie...also wieder aussen rum "Meeiiiister ! Ich eile...."










Gwyndor macht sich schön mit einem Schatz aus dem Staub ...







Tja, was soll ich sagen.
Schlecht gewürfelt hab´ich auch noch, während Tahir eine 20 nach der anderen servierte. Da war nix zu holen.

Insgesamt nur sieben Tote und drei dauerhafte Verlsute; zwei Hunde und ein Thug. Natürlich hat´s meine Zauberer und den Apprentice gelegt,
aber mit close call ist mein Zauberer fast unrasiert aus dem Ding rausgekommen. Die schicken Stiefel aus dem letzten Spiel sind allerdings weg.

Schwerer wiegt allerdings, dass ich nur 90 xp gemacht habe, also den Stufenaufstieg nicht geschafft habe.

Merke: Nächstes Mal zwei Bogenschützen anheuern...

Aber es hat wieder Riesenspaß gemacht !

Samstag, 21. November 2015

FROSTGRAVE (5)

Hurra ! Seit genau einer Woche kein Festnetz, kein Internet und nur 3 Fernsehprograme. Fast wie ganz früher. Also gibt es heute nur ein bildfreies Update, denn das Volume meines Sticks ist begrenzt.



Mein zweites Spiel gab es am Donnerstag gegen Don Voss.

Zuvor entwickelte ich meinen Zauberer weiter:
3 Stufen sind drei Verbesserungen. Ich wählte health+1, senkte Fleet Feet auf 11 und erlernte Absorb Knowledge aus meinem frisch erbeuteten Grimoire.

Als Home Base wählte ich das Inn und baute es mit Kennel und Pidgeon Carrier aus.
Ich kann nun insgesamt 12 soldiers (mindestens ein War Hound) in die Ruinen führen.

Don spielt ebenfalls einen Necromancer und war Neuling.
Sein Ansatz war entgegengesetzt zu meinem; er hatte neben seinem Zauberer nur sechs weitere soldiers, dafür mit templar und  treasure hunter zwei ganz harte Brocken.

Wir spielten das Szenario Genie in the bottle auf 3´x3´.
Don konnte gleich drei treasure aufnehmen, sodass eigentlich klar war, dass in den verbliebenen drei, an denen ich schon die Finger dran hatte, irgendwo die Lampe sein mußte.
Und richtig: Gleich mein erster marker barg sie und der Genie, ein Major Demon war frei. Der war stark, sehr stark, weil keiner von uns beiden eine magic weapon hatte.
So hatte ich nun zwei Gegner, den Don und den Demon.
So konnte der Don seine teuren soldiers ausspielen. Mit einem gelungenen leap setzte Don den Demon noch auf meines Zauberers Fersen, der Rest war Aua.
Im Endeffekt verlor ich acht (!) soldiers und zum Schluß schlug der Demon noch meinen Zauberer aus den Schuhen.
Immerhin habe ich einen Schatz retten können, insgesamt auch an XP alles sehr mager; dank absorb knowledge immerhin noch 60 XP sodaß ich mit insgesamt 140 auf glatte 500 kam und somit zwei Stufen erklimmen durfte. 60 GC gab es auch noch und ein paar Boots of Speed.

Im Nachgang hatte ich großes Würfelglück. Mein Zauberer und fast alle soldiers nehmen beim nächsten Mal wieder teil, nur einen Thug hat es gelegt und ein War Hound muß eine Runde pausieren.

Freitag, 13. November 2015

FROSTGRAVE (4) Erstes Spiel

Gestern gab es (m)ein erstes Spiel im Club in der frischgestarteten Kampagne.
Wir waren zu Dritt und haben uns an einen Multiplayer gewagt.

Die ersten Eindrücke und Erfahrungen:

1. 3´x3´ ist groß genug für einen 3-Mannmultiplayer.
2. Die Startaufstellung ist wichtig. Mein Knight (movement 5) stand im rough, entsprechend lange hat
    es gedauert, bis er entscheidend eingreifen konnte.
3. Von Beginn an Zaubersprüche anwenden, am besten gleich buffs verteilen ( fleet feet, strenght etc)
    Später hat man u.U. nicht mehr die Zeit dazu. Außerdem gibt es XP.
4. FG untersützt einen konfrontativen Spielstiel genauso wie einen eher taktischen Ansatz.
    Ich bin grundsätzlich der Haudrauf, aber gestern hat mir Gwyndor zwei Schatzmarker praktisch
    vor der Nase mit telekineses weggeschafft und heimgebracht, Tahir hat mit crumble eine
    Brücke einstürzen lassen und sich den darauf platzierten Schatz direkt vor die Füße gelegt !
    Die schon erwähnten buffs für mehr Bewegungsreichweite sind wichtig, ein teleport des Gegners
    wirft deinen Plan komplett über den Haufen.
 5. W20 ! Hier liegen Genie und Wahnsinn wirklich dicht beieinander, zumal der Kampfwurf auch gleichzeitig
    der Wert ist, der den Schaden bestimmt (und somit über Leben und Tod entscheidet !)

Meine Warband mußte ich am Tisch nochmals umstellen, weil ich alle Fernkämpfer vergessen, dafür
aber einen großen Vorrat Hunde dabei hatte. Das Ergebnis sah so aus und - ich greife mal vor - war erfolgreich:

3x Thief a´ 20 (Goldcrowns) GC
3x War Hounds a´10 GC
1x Thug 20 GC
1x Knight 100 GC

Mit dem Apprentice für 200 GC investierte ich also 410 GC, sodaß mir ein kleines Polster von 90 GC verblieb.
Weil ich einen Nekromanten spiele, erschuf ich mir mit Raise Zombie einen solchen, der meine warband über den Durst "verstärkte". Ich lief also mit 11 Figuren auf.

Anfangsaufstellung war - wie oben angedeutet - völliger Käse, buffs habe ich in der ersten Runde auch nicht verteilt. Latschlatsch also...
Mit Hunden und ihrer großen Reichweite kann man allerdings Fernkämpfer gut angehen, habe ich festgestellt, um sie erstmal in combat zu binden. Und Fernkämpfer sind wirklich gefährlich !
Ums kurz zu machen: Ich habe meine beiden Schätze (2 von 10 !) erst ganz zum Schluß als Letzter finden können und war damit deutlich abgeschlagen, hatte aber ein geradezu obszönes Würfelglück und vemochte sogar Gwyndors Apprentice auszuschalten. Seinen Zauberer hat sich mein knight geholt, weil ich um meinen Nekromanten fürchtete, der schon am objective stand ( wir haben Well of dreams and sorrow gespielt).
Überraschung des Abends und Nemesis meiner beiden Mitspieler Tahir und speziell Gwyndor waren jedoch meine drei Hunde. Zähe Biester, die einfach nicht starben...ihre Gegener dafür umso eher.
Der Nachteil bei Hunden ist: Sie können  keine Schatzmakrer aufnehmen.

Im Endeffekt konnte ich 360 experience points verbuchen (80 für gelungene casts, 80 für den toten apprentice, 100 fürs objective und 100 für zwei treasures).

So ging ich mit zwei Schätzen, vielen XP und drei Verlusten (zwei war hounds, ein thief) aus dem Spiel; eigentlich als schlechtester, aber dann kam die campaign-Phase...

Beim Auswürfeln der Verluste kamen alle glimpflich davon; als Einziger hatte ich einen toten Hund zu beklagen. Mit Kosten von 10 GC der preiswerteste warband-slot.
Beim Auswürfeln der Schätze konnte ich hingegen deutlich punkten: 9 und 14 ergaben (nach nochmaligem Würfeln auf den entsprechenden Tabellen) eine magische Waffe crossbow +1 shoot und ein grimoire: absorb knowledge....letzteres ein echtes Sahnestückchen.

So bin ich also aus meinem ersten Spiel, in welchem ich ehrlich gesagt spielerisch nicht gerade brilliert habe, geradezu ruhmbedeckt nach Hause gegangen. Oder besser gesagt: In meine neue Homebase !
Doch davon in der nächsten Folge mehr...

Freitag, 23. Oktober 2015

FROSTGRAVE (3)


In Frostgrave ist der Tod allgegenwärtig. Die ganze Stadt ist voller Ruinen und überall liegen die kläglichen Überreste ehemaliger Bewohner und wagemutiger Abenteurer. Da kann man froh sein, wenn die liegenbleiben, sollte man mal zufällig dran vorbei. Normal ist das in FG nämlich nicht.
Mannigfaltig sind die Erscheinungsformen übernatürlicher Wesenheiten und die meisten sind verständlicherweise ziemlich übel drauf. Besser also in Ruhe lassen.
Death is omnipresent in Frostgrave. A whole city full of ruins and all over the place you´ll find the piteous remnants of its former inhabitants and daring adventurers. So one could be happy if they stay in place while walking by. And this is not the normal condition in FG.
Manifold are the manifestations of supernatural entities and most of them are not that happy in this condition. So one better leaves them alone.


Wie zum Trotz trampelt immer irgendeiner wie blind durch die Gegend und die ganz Lebensmüden durchwühlen gierig die Knochenhaufen oder fummeln an jeder modrigen Schatulle rum. Könnt´ ja was drinne sein... Da ist der ehemalige Besitzer natürlich sauer und häufig gibt´s gleich darauf ´ne neue Leiche.

Langsam sollte ich auch ein entsprechends Terrain bereiten. Aus bekannten Gründen gibt es nichts Neues, aber ich habe ja Altbestände. Was machen wir denn zum Beispiel hiermit ???

But for all that there is always someone who tramps blindly through the site and those completely weary of life scrabble and loot the bone-piles and twiddle with every box and casket falling to their hands. Understandingly the former owner is not amused and soon another corpse is added to that big bone yard named Frostgrave.

Btw: I have to build a appropriate table so let´s take a look in my terrain-stock for some buildings. Looks nice enough for some FG-conversion, doesn´t it ?




Dienstag, 20. Oktober 2015

FROSTGRAVE (2)



Frostgrave wartet mit einer beeindruckenden Zahl an Kreaturen auf, welche die Ruinen durchstreifen. Höchste Zeit also, ein paar spielfertig zu machen. Der Schneeleopard kommt aus dem Zinnberg, der Succubus war ein gezielter Kauf bei meinem letzten Besuch im TT-Fachgeschäft meines Vertrauens. Zugegeben: Ein paar Impulskäufe waren natürlich auch wieder dabei.
Die Statuen sind von der Bemalung her naturgemäß eher simpel, aber ich konnte tief in die Zinnberg hineingreifen. Normalerweise sehen Figuren, die als Statuen herhalten müssen, immer irgendwie zu natürlich aus, aber bei FG hat das schon seinen Grund. Spätestens im Szenario The living museum...
Ich übe noch mit dem neu erworbenen Kunstschnee. Sobald sich das Ergebnis sehen lassen kann,  überarbeite ich die eine oder andere Base.

Frostgrave has an impressive number of creatures roaming the old ruins. Time to paint some. The snowleopard comes from my lead-mountain, the succubus is a result of last-week visit in my favorite wargamestore. Beside some other more spontaneous things.
The statues are more or less simple paintwork and usually I don´t like to use any miniatures as statues because they look too real. In FG it fits, as one can see in the scenario "The living museum"...

 
     













Donnerstag, 15. Oktober 2015

FROSTGRAVE






Ja, ich hab´s !
Von der BeST brachte ich ein Exemplar besagten Spiels mit nach Hause und ich bin glücklich wie ein Schweinchen in der Suhle, dass ich´s jetzt auf meinem Nachttisch liegen habe.
Was soll ich groß erzählen ? Es liest sich spannend, ist nicht übermäßig komplex in den Regeln und scheint auf den ersten Blick leicht zu erlernen. Ob es dann auch leicht zu meistern sein wird, muß sich zeigen...ich schätze, die einzelnen Magierschulen dürften schon Einfluss darauf haben, wie man seine Schatzsuchertruppe spielt. Jedenfalls nach dem zu urteilen, was ich bislang verinnerlicht habe.
Natürlich hat ein gestandener Tabletopper schon (fast) eine komplette Schatzsuchertruppe im Schrank, doch bei mir haperts an spielfertigen Truppführer, sprich: Zauberern. Gut, dass ich das eine oder andere Modell im lead-mountain habe. Es fehlt halt nur die Farbe.
Bei Opa immer leichter gesagt als getan, doch weil ich so begeistert bin, habe ich mir zur Abwechslung wieder einmal ein bißchen Mühe gegeben...
Beim ersten noch ein bißchen holperig...
Yes I got it !
I found a copy of the rulebook at our gaming-convention BeST.
It looks great to me. Not that much difficult although I think the different magical schools provide the warbands with rather different styles and tyctics. This is my impression after some hours of reading.
Of course every wargame-vet will find enough miniatures to assemble a complete warband but as much as I am concerned, I noticed a obvious lack of proper leaders. In other words: no ready-made Sorcerers. Well, there are some of them in my lead-mountaining, so all I have to do is painting...
 No sooner said than done, this is my first one (a little bit rugged painted):
 


...aber der nächste ging schon besser. Merke: Ich habe Augen gemalt. Immer ein sicheres Zeichen, dass ich´s ernst meine.
...but the next one went off much easier. Please note: I´ve painted eyes ! Be sure I take this serious.
 




Grim looking man but I think I would glower in a similar way if I have to face a demon the next moment (especially if doing a sloppy job with the pentagram...In fact it is a hexagram. FAIL !)
Onward it goes:
I need creatures, terrain. Best all from the lead-mountain and terrain-basket...

 
Ja der guckt grimmig. Würd´ich wahrscheinlich auch, wenn ich damit rechnet müßte, dass mir der nächste Dämon vielleicht die Rübe runterbeisst, nur weil ich das Pentagramm nicht sauber in den Boden geriffelt habe (stimmt: ist nämlich ein Hexagramm. FAIL !).

Weiter geht´s : 
Mir fehlen noch ein paar creatures...
Und passendes Terrain...
Natrülich aus dem mountain und aus dem (noch immer) reichhaltigen Geländefundus...
 

Mittwoch, 30. September 2015

Die WoW ist zu...oder doch nicht ?!






Dieser traurige - indes immer noch sehr sehr große - Haufen ist alles was von meinem Wargamerparadies übrig geblieben ist.
Die Figuren stehen in unserer Wohnung, die Platten sind weg, einiges an Modellen und Gelände verkauft/verschenkt/gespendet und manch abgegriffenes Stück fand auch den Weg zum orangefarbenen gewandeten Fachpersonal...mit anderen Worten:

Die World-of-Wuttke ist zu !

Eigentlich wollte ich hier ganz dicht machen, aber dann bin ich nochmal tief in mich gegangen und zum Ratschluß gelangt: Opa, das deutsche Tabletop braucht dich !

Die World-of-Wuttke macht weiter !!!!

27 Jahre Erfahrung dürfen nicht einfach so me-nothing-you-nothing dem Vergessen anheim fallen.
Und deshalb werde ich auch künftig verwegen gefärbte Männlein zur Schau stellen, Pöbeln und Schlaumeiern, dass die Schwarte kracht und obskure Schauplätze der Geschichte zum Projekte adeln.
Und vielleicht...ja vielleicht gebe ich mir künftig auch ein bißchen Mühe beim Fotografieren.

Soll niemand sagen, Opa nimmt sich Kritik nicht zu Herzen
Bildergebnis für smiley
                                                                                                             


Sonntag, 27. September 2015

BeST 2015

Die BeST 2015 (Berliner Spielertreffen ) ist vorbei.
Es war eine feine kleine Veranstaltung mit zehn schönen teils schrägen Tischen.
Wie immer konnte ich nicht auf allen spielen und war nach knapp 12 Stunden vor Ort auch angemessen platt. Irgendwann geht einfach nichts mehr.
Unten ein paar Impressionen. Leider sind die Hälfte der Bilder wieder mal nichts geworden, der Rest...Actionpics halt. Verstehn´se mal...






















Freitag, 4. September 2015

Guide: Welcher Wargamer bist Du ? ------ Teil 11: MiMiMiMiMi

Wer kennt ihn nicht, Prof. Bunsens Assistenten mit den weit aufgerissenen Augen ? Tja, der gute Beaker war den Erfindungen des Professors meist schutzlos ausgeliefert, aber mehr als ein erbärmliches "MiMiMi" hatte er nicht entgegen zu setzen. Seitdem wird nerviges Genöle gerne mit besagtem Geräusch quittiert.

Da wo man besonders reich ist, weder von Folter noch ethnischer Säuberung bedroht ist und das gröbste Unbill ein unglaublich utopischer Benzinpreis ist, ertönt´s besonders häufig. Zum Beispiel in Deutschland.
Weil ich die ganzen Brathähne schon lange nicht mehr hören kann, tauche ich bisweilen gerne ins Reich der Phantasie ab, wo ich kleine Männlein bemale und allerlei Krimskrams aus alten Wurstverpackungen und Zahnstochern bastle.
Das ist heilsam.
Leider sörfe ich auch gerne im Nötz und lande unweigerlich in Foren oder News-Seiten. Abrupt werde ich in die Wirklichkeit zurückgerissen. Beaker ist zwischenzeitlich auch bei den Figurenschiebern angekommen...

Wo man sich unlängst vereint über die neuesten Ketzereien und Preisphantasmen des evil Empire aus Nottingham das Maul zerriss, allenfalls über Non-Perry-Miniatures blasiert das Näschen rümpfte, ist der Ton auf den zur Rede stehenden Seiten derzeit schon herber.

Führe ich mir vor Augen auf welchem Niveau heutzutage gesculpted wird (mal unabhängig davon "was" geknetet wird...De Gustibus non est disputandum) und ich denke, ich darf nach 30 Jahren Figürchen kaufen dazu eine fundierte Meinung äußern, finde ich die Haltung des modernen Warga...pardon: Konsumenten arrogant. Arrogant ! Anders kann ich´s nicht bezeichnen.
Hier ist der Arm zu lang, da die Figur zu knuddelig. Titten sind entweder zu groß oder nicht groß genug und es ist zuviel oder zuwenig Stoff drüber, da ist der Plasmawerfer zu dick und leider kann man aus dem Sprue nur sechs (!) verschiedene Posen basteln, dabei bräuchte man doch dringend noch den kackenden Bogenschützen undundund...
Die mit dem größten Realitätsverlust posten ihre kühnsten Gedanken: Da sehen die Muskelpartien bei Freund Oger unrealistisch aus und die fette Pimmelschürze des x-ten SpaceMarine-Klons hindert ihn ja wohl beim laufen. Oger ? SpaceMarine ? Realität ? Kann man Resin neuerdings auch rauchen oder was ?
Und dann der Preis. Der PREIS ! 60€ für 5 Resinelaborate, ja das ist der Wahnsinn !!!
Seltsam nur, dass es ja irgendjemand gekauft zu haben scheint...

Nein wirklich: Ich finde man lebt als Wargamer/Maler/Sammler im Jahre 2015 doch in paradiesischem Überfluss. Figurenranges und Spiele mit jeweils eigenen Minis erscheinen dank Kickstarter im Wochentakt, zu jedem Thema gibt es irgendwo auf dem Globus eine Figurenschmiede und sei sie noch so klein, aber wie der deutsche Urlauber am Buffet: Der Hals wird nicht voll und läuft der Teller auch von Speisen über, so ist doch nichts recht...
Zugegeben: Der Napoleoniker wird natürlich wie immer von allen geschnitten. Für ihn gibt es nichts und noch immer muß er mit viereinhalb Figurenranges darben. Dabei braucht es dringend noch eine Range mit maronitischen Halsabschneidern für Napis Syrienkampagne und auf die Stritzelsdorfer Landwehr mit ihren zünftigen Juppenjoppen von 1799 wartet die community vergebens...

Ob dieser Überfluss dem Hobby gut tut, ich weiss es nicht. Ob manch geäußerte "Kritik" sinnvoll ist, ich wage es zu bezweifeln. Ein wenig mehr Bescheidenheit stünde manchem Zeitgenossen allerdings gut zu Gesichte.
Für die ganz harten Fälle hatte Dieter Nuhr schon vor 15 Jahren ein passendes Rezept parat.

Samstag, 15. August 2015

Slawischer Burgwall Raddusch



Wer auf der A 15 unterwegs ist - zum Beispiel als Berliner, der mal in den Spreewald fahren will - wird irgendwann eines merkwürdigen Bauwerks gewahr, welches sich tortengleich aus der vergleichsweise flachen Landschaft erhebt.
Es handelt sich dabei um einen slawischen Burgwall, genauer gesagt die Rekonstruktion der einst an gleicher Stelle befindlichen Anlage des slawischen Stammes der Lusitzi.

Mir vollkommen unbekannt, entdeckte ich sie auf eben jener A 15 und entschloß mich spontan zu einem kleinen Abstecher. Mußte meine Familie halt mitkommen (aber im Nachhinein hat´s ihnen auch gefallen).

Slawische Burgwälle, im 8. bis 10. Jahrhundert im heutigen Osten Deutschlands von den dort lebenden slawischen Stämmen errichtet, waren selten dauerhaft bewohnt, sondern dienten der in unmittelbarer Umgebung lebenden Bevölkerung als Fluchtburg. Im Laufe der Zeit mag sich daraus eine ständig bewohnte "Burg" entwickelt haben, ein Fürstensitz.

Beispielhaft zu nennen ist die Brandenburg, Namensgeber der Stadt, der späteren Mark und des heutigen Bundeslandes, aber auch Spandau und Köpenick, beide heute in Berlin. Im Gegensatz zum Radduscher Burgwall, dienten letztere in der Folge als feudale Herrensitze. Der west- und mitteldeutsche Germane, eben erst selbst mühsam zum Christentum bekehrt, fühlte sich seinerzeit rasch berufen, die Damen und Herren jenseits der Elbe vom Unglauben zu befreien. Nach anfänglichem Erfolg, zog sie diese Geschichte dann doch noch ein wenig länger hin, sodaß...
Ich komm vom Thema ab.


Slawische Burgwälle sind massive Holz-Erde-Konstruktionen, für deren Errichtung zunächst mal sehr viel Holz erforderlich war. Und dann natürlich Erde. Von beidem gab und gibt es hier reichlich.
Von der Idee her ist die Sache ähnlich dem Murus Gallicus, nur eben ohne Steine.

Im Burgwall selbst gibt es neben dem obligaten Restaurant und Shop einige informative Schautafeln und Modelle, die Bauweise desselben und Leben der damaligen Bewohner veranschaulichen.




Müßig zu erwähnen, dass mir die Modelle natürlich besonders gut gefallen haben, weil ich sofort und unmittelbar Idee für ein vollkomen neues Projekt hatte. Ja isses möglich...?








                                                                                                  

Zu Hause angekommen, habe ich mich - Gott sei Dank - an mein 2004er Gallien-Projekt erinnert (Diorama mit römischen Belagerungsmaschinen und besagtem Murus Gallicus) und dreimal tief durchgeatmet.
Seitdem ist der Burgwall unter "Könnte man mal machen..." abgelegt.