Sonntag, 8. Februar 2015

Eine Seevölkerarmee für IMPETUS (1) - A Sea People-Army for IMPETUS (1)



Wandrelief in Medinet Habu - Mural relief in Medinet Habu


Die Seevölker stellten für Ägypten, in einer Zeit, die wir als Neues Reich bezeichnen, eine konstante Bedrohung sowohl an der Peripherie ihres Einflußgebietes, als auch in ihren Kernlanden dar.
Die Auseinandersetzungen zogen sich über mehrere Jahrhunderte hin und gipfelten in mehreren großen Schlachten, bis am Ende des zweiten Jahrtausends vor Christus die Bedrohung durch langsam verebbten.
Schon frühzeitig haben Historiker versucht, Licht in das Dunkeln zu bringen und das Mysterium ihrer Herkunft zu erforschen. Die Kühnsten unter ihnen verorteten sie gar ins kalte Nordeuropa, von wo sie aufbrachen...BlaBliBlub...Gott sei Dank sind diese Zeiten vorbei !
Nach heutigem Forschungsstand stammen die Seevölker aus dem Mittelmeerraum. Ihre Darstellungen auf den Monumentalbauten der Pharaonen und ihre Beschreibungen in den Hieroglyphentexten und Papyrii korrespondieren mit archäologischen Funden im Mittelmeerraum. Sie waren den Ägyptern seit langer Zeit bekannt, lediglich für uns mag es erscheinen, als seien sie urplötzlich da gewesen.
Inwieweit ihr Auftreten jedoch ursächlich für das Ende der Bronzezeit im Mittelmeerraum ist oder sie ihrerseits nur ein Teil der gewaltigen Umwälzungen waren, ist noch immer nicht abschließend zu beurteilen.
Am Ende des Seevölkersturms hatten sich die Verhältnisse im Mittelmeerraum jedenfalls signifikant verändert und eine neue Epoche begann, in der die uns vertrauten Völker des klassischen Alterums langsam aus dem Dunkel der Geschichte traten.

The Sea People has been a repeated threat to the egyptians in a period which we now call the New Kingdom not only on its borders but also in the egyptians heartland. 
The conflict went on for several hundred years culminating in several battles until the threat then trickled away at the end of the second millenium BC.
Historians has tried early to bring light into darkness to identify the origins of the seapeople. The most daring among them localized it to northern europe where they than...Blah Blah Blah...Thanks God, these days are gone now !
Today it is accepted that the Sea People originated from the mediterrenean. Their depictions on several monuments of pharaos and the hieroglyphic texts and in papyrii correspond with archaeological discoveries.
The old egyptians did know their enemies very well only to us nowadays they appeared like a mystery out of nowhere.
How far they are responsible  for the ending of the so-called bronze-age or if they themselves has been only a part of the actors and causes ist still discussed.
Anyway at the end of the so-called Sea-People storm the situation in the mediterrenean had become significantly different and a new era begun in which all nations and tribes so familiar to us slowly emerged from the shadow of history.

Ägypter unter Ramses II. kämpfen gegen Peleset und Tkekker, Wandrelief in Medinet Habu- Egyptians under Ramses III. fighting the Pulasti and Tsakkaras, Mural relief in Medinet Habu

Wer sich in dieses Thema ein wenig mehr vertiefen will, dem kann ich nur folgende Webseite ans Herz legen:
Those of you who like to go deeper into the topic I like to recommend warmly the following site:

The Bronze Age - A study by James Thomas

Die erste Frage, vor der ich bei diesem Projekt stehe, lautet "Baue ich eine generische Seevölkerarmee oder will ich mich an einer der überlieferten Schlachten orientieren ?"

Die bekanntesten Schlachten in der Antike, an der Seevölker bzw. Teilvölker mitgewirkt haben, waren

- die Schlacht von Kadesch 1272 v.Chr. im 5. Regierungsjahr Pharao Ramses II.

- die Schlacht bei Sais im Jahre 1208 v.Chr. im 5. Regierungsjahr des Pharao Merenptah
- eine Schlacht ca. 1180 v. Chr., dem 8. Regierungsjahr Pharao Ramses III.

doch schon früher zur Zeit der 18.Dynastie wurden Sardanu als ägyptische Gardetruppen erwähnt.

Die Unterschiede zwischen den jeweilig beteiligten Streitkräften der Seevölker liegt im Umstand begründet, dass nicht alle namentlich bekannten Seevölker jeweils beteilgt waren. In der Schlacht bei Sais kämpfte gar eine Koalition der Seevölker mit lybischen Stämmen der Meswes und Tjehenu.
Im Moment tendiere ich mehr zur generischen Armee, aber ich habe ja noch Zeit.

The first question I have to ask myself is "Do I want to build a generic Army or one that is based on a specific historical event such as a battle ?"

Known battles against Sea People or with a nameable participation of tribes happened

- in Kadesch 1272 BC, Ramses II. during his 5th year of reign
- in Sais 1208 BC, Merneptah, during his 5th year of reign
- ca 1180 BC, Ramses III., during his 8th year of reign

but ealier during the Eigteenth Dynasty Sardanu had been mentioned as a kind of royal guards.

The difference between the the mentioned Sea People is the number of tribes involved. In Sais actually fought a coalition on Sea People and Meswes and Tjehenu both lybian tribes.
Yet I like to make a generic army, but the final decision has not to be made now. Let´s see... 

Anmerkung zu den Namen der Seevölker



Die Namen der Seevölker variieren in der Forschung je nach Autor. So werden die Sardanu auch als Sherdana oder Sherden bezeichnet, die Pelesti heissen auch Poloste, Pursta, Pulasti oder noch ganz anders.
Die Schwierigkeiten in der Benennung rühren daher, dass die altägyptische Hieroglyphenschrift und ihre Ableitung, die hieratische Schrift, eine Konsonantenschriften ist, d.h. es gibt keine Vokalzeichen. Das ist kein Problem für einen Muttersprachle. Für jemanden, der sie sprechen will eröffnen sich Probleme; insbesondere, da das altägyptische eine tote Sprache ist. Durch bekannte Wörter aus späteren Sprachstufen kann der Klang einiger Worte rekonstruiert werden, ansonsten behalfen sich die Ägyptologen durch schlaues Raten oder einfach damit, dass als Vokal stest ein "e" verwendet wurde. Das warf jedoch immer noch nicht einheitlich, weshalb z.B. im Deutschen Nofretete gesagt wird, hingegen im angelsächsischen Raum Nefertiti. E handelt sich aber um ein und dieselbe Person. Ohnehin bedient man sich oftmals der griechischen Namen, z.B. griechisch Cheops statt altägyptisch Chufu.
Auf wissenschaftlicher Ebene behilft man sich deshalb mit einer Transkription, um eine international einheitliche Aussprache aber vorallem Schreibweise zu ermöglichen.
Das sieht dann so aus (mittlere Zeile):

Note to the names of the Sea people

The names of the Sea People may vary in historical research and depending on the author. So the Sardanu are also called Sherdana oder Sherden, the Pelesti may be named as Poloste, Pursta or Pulasti maybe completely different to that.
Those difficulties are due to the fact that the ancient egyptian hieroglyphs and the deduced hieratic was a consonantic writing, no vocals has been includet. This is of course no problem for a native speaker. But for someone who wants to speak it, problems arise especially because ancient egyptian is a dead language. Some words may be reconstructed via a later chronological step of ancient egypt but more or less historican makeshift it by educated guess. Or they made use of a vocal e.g. an "e" as a place holder for the true unknown vocal. This is far from being standardised internationally, therefore a name in german called Nofretete is called Nefertiti in english. In fact it is the same person. Anyway often the name given by greek writers is in use e.g. the greek Cheops rather than the egyptian Chufu.
Academics made therefore use of an transcription to allow an international standardised articulation and diction.
It looks like this (line in the middle):







Die Seevölker unterscheiden: 

Dank der kanonisierten und formalistischen Darstellung auf Friesen und Wandmalereien lassen sich Angehörige der Seevölker von anderen Völkern des Nahen Ostens sicher unterscheiden. Nicht sicher voneinander zu unterscheiden sind die einzelnen Stämme. Zwei sehr typische Merkmale stellen die Kopfbedeckungen dar, von denen die bekanntesten ein Hörnerhelm und etwas, das heute als eine Art Federkrone interpretiert wird. Letztere sind für die Peleset, die späteren Philister sehr typisch, wurden aber auch von anderen Stämmen getragen. Die Hörnerhelme werden von den Sardanu getragen, es gibt sie mit oder ohne einen scheibenförmigen Aufsatz, bei dem es sich um eine symbolisierte Sonnenscheibe handeln könnte, ein Atonsymbol also. Wie schon erwähnt kämpften Sardanu auf beiden Seiten.

Ich verwende überwiegend die Figuren von Caesar, die sehr schön gesculpted sind (nur diese weichen Gummispeere machen mich schwach...) und erfreulich wenig Gußgrate oder Versatz aufweisen. Unten
sieht man ganz rechts die Sardanu/Sherden Royal Guards, in der Mitte die Peleset/Philistine Warriors, die anderen drei Figuren stammen aus dem Sea People-Set. Ganz links etwas, dasss man ebenfalls als Federkrone interpretieren könnte. Die zweite Figur von links trägt die Haare zu einer Art Haarknoten auf dem Kopf gebunden und ein Stirnband, an dem irgendwie zwei kleine Hörner befestigt sind. Bedauerlicherweise habe ich zu denen nichts gefunden vielleicht auch überlesen.
Die zweite Figur von rechts trägt eine Art Tuch, welches anscheinend um den Kopf gewickelt ist undquer über den Kopf wie eine Berliner Schrippe geteilt ist. Könnte auch ein sackartiges Hutgebilde sein. Dazu habe ich ebenfalls nichts gefunden, es existiert jedoch ein Fries in Medinet Habu auf dem ein Gefangener mit dieser Kopftracht abgebildet ist, bei dem es sich allerdings um einen Lybier handeln soll..


Bei nächten Mal gibt es dann hoffentlich schon die ersten fertigen Einheiten...
Bis dann !

Distiguishing the Sea People

Thanks to canonised and formalised depiction on friezes and mural paintings we are able to differ the Sea People from other tribes and nations of the middle east. But it is more diffcult to distinguish the single tribes from each other. There are two typical depictions of Sea People, the one is what today is interpreted as some kind of feather-crown and a horned helmet, this with and without some kind of disk on top. Maybe a symbol of Aton. As mentioned the Sardanu fought as mercenaries on both sides.
The feather-crown is typical for Peleset, the later Philistines and other tribes, the helmet for Sardanu or Sherden.
I make use of the formidable Caesarsets, because the miniatures are well sculpted (with excepton of these rubber-like spears...), come nearly without extraflesh or partinglines.
As seen above the Miniatures in the middle is a Philstine, the one on the right side a Sherden Royal guard. The left one seems to wear another kind of feather-crown. The second from left wears his hear like a knot on top of his head and a headband with two litttle horns. Didn´t found anything about him (or had perhaps read over it...). The second from right wears either some kind of turban or some kind of bag-like hat, I don´t know. In Medinet Habu a captive with a similar headgear is depicted but is described to be a lybian.
I´m looking forward to show you the first finished unit next time...
See you !

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