Sonntag, 3. Mai 2015

Opa muß reisen...Burg Eltz

Über meinen Geburtstag habe ich mich heuer wieder fortbegeben. Diesmal ging es an die Mosel.
Wein und Wandern lautete die Devise. So wie schon im letzten Jahr an der Ahr.
Und wieder habe ich festgestellt: Es ist die schlechteste Devise nicht. Besonders, wenn man aus dem Teil Deutschlands stammt, der einst von römischer Kultur unberührt geblieben ist und erst auf Umwegen und unter Mühen zum zivilisierten Teil Euopas aufgeschlossen hat.
Zuzüglich eines kurzen Abstechers nach Trier (Immerhin die älteste Stadt Deutschlands) waren es wirklich schöne Tage, wenngleich der Mann am Wasserhahn oben sich alle Mühe gegeben und die Schleusen geöffnet hatte, wie es eine Art war...
Auf der Rückfahrt mußte ich unbedingt an der Burg Eltz Halt machen. Wir sind praktisch dran vorbeigefahren und ich wollte sie schon immer einmal gesehen haben (...ihr merkt schon: Der junge Wuttke hatte selten einen 500 DM-Schein zur Hand...).
Wie gesagt, es hat Strippen gegossen und es war kalt. Insofern sind die Bilder auch, na ich sag mal: eher müüüüüüstisch denn schön. Aber was soll´s...


 Ich war erstaunt, wie klein die Burg in Wirklichkeit doch ist. Auf Bildern sieht sie recht imposant aus, doch erst aus der Nähe erkennt man die wahren Proportionen. Sie liegt in einem ganz kleinen Tal (Kein Mobilfunk !) auf einem Felssporn.
Es ist eine Ganerbenburg, d.h. drei Familienzweige lebten auf und teilten sich die Burg. Auf dem Bild links geradezu ist der älteste Teil der Burg aus dem 13. Jhdt. zu sehen, links und rechts die ab dem 14. Jhdt hinzugefügten Anbauten der Kempenicher und Rübenacher Linie...
...auf dem rechten Bild, der Teil der Rodendorfer .
Im Prinzip handelt es sich um drei Wohntürme, die früher nicht - heute schon - miteinander verbunden waren.
Leider durfte man innen keine Fotos schiessen.
Die Führung hat sich gelohnt, sie war informativ, gut vorgetragen und verzichtete dankenswerter Weise auf die übliche "Folklore" wie Geschichten über Spukgeister oder ähnlichen Schnullikram.

Die Räumlichkeiten stammen überwiegend aus dem 15. und 16. Jhdt., sind also genaugenommen nicht mittelalterlich und erfreulicherweise wird im Einzelnen darauf hingewiesen, wenn Räume während der Romantik neu ausgestattet oder in ihrer Zweckbestimmung verändert wurden.
Glücklicherweise hielt man sich seinerzeit diesbezüglich zurück, es gibt also keine "mittelalterlichen Rittersäle" wie z.B. auf der Wartburg...

Kurze Rede, langer Sinn: Wer in der Nähe ist und Burgen mag, der sollte den Abstecher machen und sich die Burg anschauen, die 9 € incl. Führung sind angemessen. Sie ist wirklich schön !

Ich könnt´gleich mal ein paar Ritter bemalen...

Kommentare:

  1. Oh das sieht ja wirklich toll aus, danke für den Reisetipp - ach und alles Gute zum Geburtstag, Opa! :-)

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    1. Vielen Dank !
      Zum extra Hinfahren vielleicht zu aufwendig, aber wenn man in der Gegend ist...

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  2. Von mir auch, Opi!

    Sieht toll aus, wo du da gewesen bist^^

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  3. Na, ich bin jetzt wirklich ein wenig spät dran, aber was solls! Alles gute Opa und sehr schöne Fotos. Ich muss da wohl auch bei Zeiten mal einen kleinen Abstecher machen. Vorallem die Abwesenheit eines Mobilfunknetzes klingt zu gut um wahr zu sein.

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  4. Danke Männer !
    Diese mir unbekannte Ecke Deutschlands lohnt sich wirklich...sher viel Gegend. Und das meine ich durchaus positiv.

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