Mittwoch, 31. Mai 2017

Behind Omaha

Am Dienstag habe ich Toro besucht und auf seinem Tisch eine Runde Behind Omaha gespielt. Die dritte in diesem Jahr...
Toro hat nicht nur einen Großteil der Zambwanatische mit seinen Wüsten/Adobehäusern ausgestattet, sondern baut seit Jahren sukzessive seinen WW2-Tisch aus und der ist schon ein Schmankerl:



Wir bedienten uns aus seinem reichen Fundus. Ich mit den Amis, Toro mit den Deutschen und wie üblich verzichten wir auf die filigraneren Teile und nahmen die Teile "zum Spielen"...






Nach dem letztmaligen Debakel wollte ich diesmal meine Shermans uparmoured und mit der panzerbrechenden Kanone, damit ich auch mal was treffe. Leider kam deshalb punktemäßig die Infanterie wieder zu kurz (was sich auch diesmal wieder rächen sollte). Anfangs hatte ich indes Erfolgserlebnisse...


...hier hat mein "Jumbo" ein kühnes SdKfz 234 ausgeknockt.
Toros neue Mauern mit den Löchern drin, eröffnen manch überraschende Perspektive.
Leider hatte Toro mehr Kampfwagen auf der Platte und während ich noch frohlocke, tauchen am Ende der Strasse...






...ein Panther und ein Uralt-Panzer IV auf.
Letzterer nicht wirklich gefährlich, aber in der Überzahl sorgen sie dafür, dass der "Jumbo" erst bewegungsunfähig geschossen wird und eine Runde später - nachdem auch noch Toros Königstiger von der rechten Flanke ins Gefecht eingriff - ganz ausfällt.



Zwischenzeitlich hatte ich noch ein weiteres SdKFZ auf der rechten Falnke abgeschossen - da war Wuttke noch guter Dinge - die zuvor abgesessene Infanterie sollte mir während des ganzen Spiels allerdings übel zusetzen.






Auf der anderen Seite nahm das Verhängnis nun seinen Lauf, denn auch Sherman Nr. 2 hatte gegen drei deutsche Panzer nichts zu melden und meinen dritten hatte ich in eine taktische Sackgasse manövriert. Er hing in der Mitte des Tisches fest, wo er durch Feuerbereitschaft des Tigers in Schach gehalten wurde.






Toro investierte fleissig in schnellen Vorstössen und rüstete seine Männern mit Panzerfäusten aus, die er zielsicher durch die Fenster in die besetzten Häuser schoss.
Ich hingegen setzte auf massive Luftunterstützung und es gelang mir fast noch das Blatt zu wenden.



Ein einziger Bomberangriff zerstört Toros Panzer IV und den Königstiger....







...doch zu spät: Die Verluste meiner Infanterie waren zu diesem Zeitpunkt schon zu hoch und mit einem weiteren beflügelten Angriff der deutschen Infanteristen, ausgerüstet mit Panzerfäusten, war dann auch für meinen letzten Panzer das Spiel aus.






Stilsicher und historisch korrekt deckte ich den Rückzug meiner M5, GMCs (ja...die habe ich vom Tisch geholt) mittels Tieffliegerangriffe, die den Rest von Toros Fuhrpark in rauchendes Blech verwandelten.
Mit nur noch einem verbelibenden Ressourcenmarker war jeder Widerstand sinnlos. Die GIs zogen sich zurück und kämpfen morgen weiter.

Zurück blieb ein rauchendes Trümmerfeld und der Gesamteindruck, dass der Ausgang denkbar knapp gewesen ist.


Nichtsdestotrotz gilt es, meine Taktik zu hinterfragen.
Ich will ja schließlich nach Berlin....






Sonntag, 28. Mai 2017

Dschunke

Im Februar hat mich Heinz Knitz wieder mit einen neuen Projekt überrascht.
Boxeraufstand. Pulp. China. Colonial.
Passt schon, dacht ich mir...

Figuren bei Foundry, Empress undundund gekauft und losgebastelt.
Heinz hat ein paar schicke Dschunken und Boote gebastelt, ich wollte natürlich meine eigene Dschunke.


Ich fang mal mit einem simplen preiswerten Block an. Die Form wird zurechtgesägt und geschliffen




Bis hierher dauert das etwa 10 Minuten.
Ich habe das aus einem Block gemacht, die Aufbauten kann man natürlich auch draufsetzen. Geht dann noch schneller...


Natürlich kann man Strukturen auch einritzen, ich wollte aber zumindest für das Deck und die Aufbauten Holz.
Ab hier dauert das länger. Trocknungszeiten. Die reine Arbeitszeit ist immer noch pro Schritt nach Minuten zu rechnen.


Zeit, nebenbei noch an einem kleineren Boot zu arbeiten.


Mast aus Holz und das Segel ein Blatt Papier mit kühner Hand eingefärbt.

Im Endeffekt sieht das dann so aus:




Ein paar Kleinigkeiten fehlen noch. Ruderpinne, bißchen Kisten, Taue, Trallala....

Die fiesen Piraten und Schmuggler der "Jadekarpfen" stehen gerade auf dem Maltisch.
Die werden den Langnasen ordentlich einheizen....

Dienstag, 2. Mai 2017

CONGO - Erstes Spiel


Tach auch !

Am Samstag gab es in HeinzKnitz´ Nerdkeller ein erstes Spiel nach den Congoregeln.
Wir haben das Moussouka-Ritual gespielt (nicht ganz korrekt, weil eigentlich zwei einheimische Stämme um die fetische kämpfen, aber das störte uns nicht. Ich trat mit meinem frisch bemalten Seebataillon an. Uniform- und Schnurrbartfetischisten. Nas also, geht doch...).



Der Tisch war mit einigen Geländestücken und sechs Fetischen (durchnumeriert !) geschmückt. Die Fetische sollten jeweils in der passenden Runde entschärft werden.
Wie üblich hat es wieder ein halbes Dutzend Fotos gebraucht, bis ich bemerkt habe, dass meine Kamera noch auf Tageslicht eingestellt ist. Gibt ´n warmen Halbsepiaeffekt.


Die wackeren Mannen vom Seebataillon...


...und die Abenteurer...
...nebst Askaris und erfahrenen Askaris. Alle Truppen hatten noch einheimische Führer, damit sie die zu erwartende Beute (sicher doch...) auch wegschleppen können.
HKs Mannen waren von dieser Fraktion. Diskussion fruchtlos.
Also druff !

Im ersten gefährlichen geländestück erschien prompt ein Jaguar, der ein Leopard war, von den wackeren Askaris aber unschädlich gemacht werden konnte...

....was auch einen Beutemarker einbrachte.

Auf dem blieben die sitzen und verbrachten die folgenden sechs Runden im lauschigen Dickicht.

Das Seebataillon unter Oberleutnant von Klobkowski stürmte auf die bunten Krieger ein.

Trotz fachlich einwandfreier Würfelergebnisse, gab es dennoch kräftig auf den Schnurrbart und nachdem seine Mannen sich sukzessive verabschiedeten, landete auch noch v. Klobkowski in der letzten Runde im Topf.
Bon appetite !

Diese Markergeschichte gefällt mir ja wirklich ausgesprochen gut.

Damit es nicht langweilig wird, dürfen alle ihren Bildschirm drehen.

Obwohl diese Askaris nur Musketen trugen, waren sie dank der ausgeklügelten Kartenaktivierung recht zügig wieder schussbereit.

Hier noch ein paar Actionpics ("Des is hoid a Äkschnfuim").

Die einheimischen Fetischisten wurden dahingemordet.
Bezeichnenderweise von ihren einheimischen
Counterparts (denn die Deutschen waren ja schon im Topf).



Fazit:
Ein interessantes Spiel, mit einer abwechslungsreichen Kartenaktivierung.
Die Aufmachung ist erste Sahne. Kann ich aber bei dem Preis fürs Regelbuch auch erwarten.

Janz famos. Wird wiederholt. Wegtreten !